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Christen sind die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe der Welt. 80 Prozent der Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen - ihre Religion ist damit zurzeit die meistverfolgte auf der Welt.

Piss Christ

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Piss ChristKünstler wollen mit ihren Werken oft provozieren. Entweder es geht um die Politik, unsere Gesellschaft, einzelne Personen oder andere Dinge.  Andres Serrano ist ein Künstler, der bei seinen Werken gerne auf  Blut, Urin, Sperma und andere, eher eklige, Dinge verwendet und natürlich möchte auch er provozieren. Nun ist es aber so, dass auf fast jede Provokation auch eine Aktion folgt, wir vor kurzem in Frankreich:

ZITAT:

Vermutlich katholische Fundamentalisten haben in Frankreich zwei Werke des New Yorker Fotokünstlers Andres Serrano zerstört. Das Foto mit dem Titel “Piss Christ” zeigte ein Kruzifix in einem Glas mit Urin, das andere mit dem Titel “The Church – Soeur Jeanne Myriam” den Schoß und den Oberkörper einer meditierenden Ordensschwester. Nach ersten Ermittlungen hatten zwei Besucher die in einer Ausstellung in Avignon hängenden Bilder am Sonntag mit Schneide- und Schlagwerkzeugen bearbeitet.

Drei Museumswärter, die einschreiten wollte, wurden von den Tätern mit Gewalt bedroht, teilte die Polizei mit. Bereits am Samstag hatten nach Museumsangaben rund 800 Fundamentalisten gegen die Schau im Kunstzentrum Lambert demonstriert. Das Museum für zeitgenössische Kunst musste deswegen vorübergehend geschlossen werden. Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand nannte den Angriff auf die Bilder inakzeptabel. Er könne verstehen, dass das Bild “Piss Christ” schockieren könne, aber wer sich verletzt fühle, müsse sich an die Justiz wenden. “Jede Art von Gewalt, Zerstörung und Intoleranz ist nicht hinnehmbar”, kommentierte Mitterrand. Neben Werken von Serrano, der sich in seinen Arbeiten immer wieder mit Religion und Sexualität auseinandersetzt, sind in der Ausstellung “Ich glaube an Wunder” mehr als 100 Werke großer zeitgenössischer Künstler wie Cy Twombly, Anselm Kiefer und Miquel Barceló zu sehen.

Die Exponate stammen aus der rund 400 Werke zählenden Sammlung des bekannten Kunsthändlers Yvon Lambert. Die Ausstellung, die bis zum 8. Mai dauert, findet anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kunstzentrums statt, das sich in einem prächtigen Herrschaftshaus mitten in Avignon befindet. Sie soll trotz der Tat fortgesetzt werden – mit den zerstörten Bildern.

Man sollte die Täter nicht als “Fundamentalisten” bezeichnen und ich persönlich hätte vielleicht ähnlich reagiert. Denn es gibt auch in der Kunst Dinge, die definitiv zu weit gehen. Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt hin von der Provokation zur Aggression, das hätte der Künstler bedenken müssen. Vielleicht hat er das ja auch und dann,  nur dann, ist sein Werk auch jetzt vollendet!

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