Asia Bibi: Blasphema
Am vergangenen Freitag ist in Italien das Buch „Blasphema“ von und über die Christin Asia Bibi erschienen. Die mit einem Fabrikarbeiter verheiratete Mutter von 5 Kindern war am 14. Juni 2009 verhaftet und mit Hilfe des so genannten Blasphemie-Gesetzes in Pakistan zum Tode verurteilt worden. Auch ihre Familie lebt unter ständiger Bedrohung.
2010 soll sie in einer Diskussion den Propheten Mohammed beleidigt haben. In dem Buch beteuert Bibi hingegen, Muslime und ihre Religion immer geachtet zu haben. Papst Benedikt XVI. hat seit November letzten Jahres mehrfach ihre Freilassung gefordert. Inzwischen sind beide Minister der Regierung, die sich für ihre Freilassung einsetzten, ermordet worden. Bibi selbst ist Analphabetin. Ihre Geschichte hat die Journalistin Anne-Isabelle Tollet aufgezeichnet.
Ein Buch gegen Gewalt im Namen der Religion:
Asia Bibi: Blasphema. Mondadori 2011. Übersetzung Luca Vanni. € 16,90.ISBN 978880461322
Weitere News aus Pakistan:
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Pakistan: Keine Genehmigung für Dreharbeiten über Christen
Ausländischen Journalisten Einreise verweigert
ISLAMABAD, Montag, 27. Juni 2011 . Die pakistanische Regierung scheint eine Anfrage ausländischer Journalisten im Hinblick auf die Genehmigung für einen Dokumentarfilm zum Leben der Christen in Pakistan nicht berücksichtigen zu wollen und verweigert diesen ohne eine Begründung bisher die Einreise in das Land. Dies berichten italienische Journalisten dem Fidesdienst, die einen entsprechenden Antrag bei den Behörden des Landes bereits vor mehreren Monaten eingereicht haben. Es sei nicht auszuschließen, so Beobachter, dass auch Journalisten aus anderen Ländern ähnlich behandelt werden.
Der Fall Asia Bibi (der ersten Christin, die auf der Grundalge des Blasphemieparagraphen zum Tode verurteilt wurde) und der jüngste Fall der jungen Katholikin Farah Hatim (die entführt und zur Konversion zum Islam gezwungen wurde), der Mord an dem Minderheitenminister Shabhaz Bhatti in den vergangenen Monaten und das Augenmerk der internationalen Staatengemeinschaften für das asiatische Land schaden dem Image der pakistanischen Regierung, da es immer wieder um die Frage der Achtung der Menschenrechte und insbesondere der Rechte der religiösen Minderheiten geht. Aus diesem Grund sollen Medienschaffende, die sich insbesondere mit diesem Thema befassen, derzeit wohl daran gehindert werden, ihre Arbeit auszuüben.
Zu einer Verschärfung der Kriterien bei der Erteilung der Visa führte wohl auch die jüngste Veröffentlichung eines Buchs der französischen Journalistin Anne-Isabelle Tollet, die sich einige Monate lang in Pakistan aufgehalten und in Zusammenarbeit mit lokalen Fernsehsendern recherchiert hatte. In ihrem Buch schreibt sie über die Geschichte von Asia Bibi. Das Buch wurde zunächst in Frankreich, inzwischen auch in England und Italien sowie in anderen europäischen Ländern veröffentlicht. (ZENIT.org/Fidesdienst)
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