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Christen sind die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe der Welt. 80 Prozent der Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen - ihre Religion ist damit zurzeit die meistverfolgte auf der Welt.

Der Pogrom von Sumgait: „DAS DARF NIE WIEDER GESCHEHEN”

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Gedenken an die Opfer von SUMGAIT (27.-29.02.1988)

Mahnwache 03. März 2012 13:30 – 14:30 Uhr Breitscheidplatz, 10789 Berlin (zwischen Gedächtniskirche und Europaplatz)

Gedenkveranstaltung Ev. Luisenkirche Gierkeplatz 2, 10585 Berlin Seelenmesse zelebriert von Gemeindepfarrer Gnel Gabrielyan Grußwort Harutyun Grigoryan Repräsentant der Republik Artsakh in Deutschland

Redebeiträge Dr. Tessa Hofmann Vorsitzende Arbeitsgruppe Anerkennung e.V. /AGA Dr. Raffi Kantian Chefredakteur des ADK-Magazins, Publizist

Schlusswort S.E. Armen Martirosyan Botschafter der Republik Armenien in BRD Musikalische

Umrahmung Karine Gilanyan – Klavier Richard Nordemalm – Tenor

Hintergrund:

In der aserbaidschanischen Industriestadt Sumgait lebten 1988 etwa 260.000 Menschen, davon ein Zehntel Armenier. Ab dem 27. Februar fielen Totschlägerbanden über ihre armenischen Mitbürger her, von der Stadtverwaltung ausgestattet mit Einwohnerlisten. Ganz gezielt suchten sie sich ihre Opfer, die sie demütigten, folterten, schändeten und schließlich ermordeten. Die letzte Phase der Entarmenisierung: Das Massaker von Sumgait bildete den Auftakt zur letzten Phase der Entarmenisierung Aserbaidschans.

Doch dies war kein Einzelfall. In Zeiten von Staatskrisen war es schon 1905/6 und 1918- 20 zu interethnischer Gewalt in Aserbaidschan und Massakern an Armeniern mit Zehntausenden von Opfern gekommen, namentlich in den Städten Baku (1918; bis zu 30.000 Opfer) und Schuschi (1920; bis zu 22.000 Opfer). Dem Massaker in Sumgait folgten 1988- 1990 weitere Armenierpogrome in Kirowabad (Gandscha), Baku sowie in kleineren Ortschaften – bis Aserbaidschan „armenierfrei“ war.

Verbrechen gegen die Menschheit: Massentötungen und -Vergewaltigungen sowie Zwangsumsiedlungen und Vertreibungen bilden Verbrechen gegen die Menschheit. Aber die politisch Verantwortlichen und Totschläger der Massaker von 1988-1990 gingen in der zerfallenden Sowjetunion weitgehend straffrei aus oder fielen unter das Jugendstrafrecht. Das unabhängige Aserbaidschan rehabilitierte die wenigen Verurteilten. Wir mahnen heute im Gedenken an die Toten: DAS DARF NIE WIEDER GESCHEHEN!

Text und Veranstalter:

Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V. www.aga-online.org European

Center for Artsakh e.V. www.eucfa.eu

Armenische Gemeinde zu Berlin e.V.

www.armenische-gemeinde-zu-berlin.de

Armenische Kirchen- und Kulturgemeinde Berlin e.V. www.armenier-berlin.org

Verband der Europäischen und Armenischen Fachleute n.e.V. (Facebook-Initiative)

Video – Weil es irgendwie passt!

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